{"id":30,"date":"2016-08-28T12:52:39","date_gmt":"2016-08-28T10:52:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.eferding1900.at\/WP\/?page_id=30"},"modified":"2016-09-04T16:20:02","modified_gmt":"2016-09-04T14:20:02","slug":"pflegestaetten","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.eferding1900.at\/WP\/pflegestaetten\/","title":{"rendered":"Pflegest\u00e4tten"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Pflegest\u00e4tten in Eferding<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ober\u00f6sterreich war w\u00e4hrend des Ersten Weltkrieges nie Kriegsschauplatz und die Versorgungslage war durch die ausgepr\u00e4gte Landwirtschaft vergleichsweise g\u00fcnstig. Zu Kriegsbeginn gab es f\u00fcr Soldaten jedoch nur in Linz das Garnisonsspital Nr.4.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenige Monate nach Kriegsbeginn zeigte sich auch der eklatante Mangel an medizinischem Personal. F\u00fcr das gesamte k. u. k. Heer gab es insgesamt nur rund 1500 Milit\u00e4r\u00e4rzte. Durch die Einberufung der reserve- und landsturmpflichtigen \u00c4rzte waren auch im Hinterland weite Teile der Bev\u00f6lkerung unterversorgt und es bestand die Gefahr eines vollst\u00e4ndigen Zusammenbruches. Das Milit\u00e4r sah im urspr\u00fcnglichen Mobilisierungsplan lediglich 191 Lazarette mit 16.708 Betten vor. Die rasch ansteigende Zahl an Verletzten und Erkrankten \u00fcberforderte die milit\u00e4rischen Spit\u00e4ler und Verbandspl\u00e4tze bei weitem. Viele Verletzte wurden ohne ad\u00e4quate Versorgung direkt vom Kriegsschauplatz per Bahn zu den oft weit entfernten Spit\u00e4lern gebracht. Binnen kurzer Zeit musste die Versorgung auf 874 Sanit\u00e4tsanstalten mit rund 95.000 Betten angepasst werden. Ein Gro\u00dfteil der Krankenh\u00e4user im Hinterland wurde f\u00fcr die Versorgung herangezogen, es entstanden Reservelazarette, Barackenspit\u00e4ler und unz\u00e4hlige freiwillige Sanit\u00e4ts- und Pflegeanstalten, welche rasch eine unverzichtbare Hilfe in der Versorgung verletzter und erkrankter Milit\u00e4rangeh\u00f6riger wurde. Viele dieser Einrichtungen wurden vor allem von privaten Hilfsorganisationen wie dem Roten Kreuz oder diversen Ritterorden betrieben. Es war wohl eine Mischung aus Kriegsbegeisterung, N\u00e4chstenliebe und sp\u00e4ter f\u00fcr viele wohl auch eine wirtschaftliche Notwendigkeit sich freiwillig oder gegen geringe Bezahlung f\u00fcr diese Aufgabe zu melden. Der Gro\u00dfteil der dort t\u00e4tigen Krankenschwestern waren nicht oder nur sehr mangelhaft ausgebildete M\u00e4dchen und Frauen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bereits Jahre vor Beginn des Gro\u00dfen Krieges machten sich die Hilfsorganisationen an die Vorb<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-38 alignright\" src=\"http:\/\/www.eferding1900.at\/WP\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Pflegest\u00e4tte_bearb.png\" alt=\"Pflegest\u00e4tte_bearb\" width=\"175\" height=\"184\" srcset=\"http:\/\/www.eferding1900.at\/WP\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Pflegest\u00e4tte_bearb.png 175w, http:\/\/www.eferding1900.at\/WP\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Pflegest\u00e4tte_bearb-139x146.png 139w, http:\/\/www.eferding1900.at\/WP\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Pflegest\u00e4tte_bearb-48x50.png 48w, http:\/\/www.eferding1900.at\/WP\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Pflegest\u00e4tte_bearb-71x75.png 71w\" sizes=\"(max-width: 175px) 100vw, 175px\" \/>ereitungen. Es wurde eine gro\u00dfe Anzahl von privaten Quartierangeboten entgegengenommen. Diese verstreuten Unterk\u00fcnfte eigneten sich jedoch kaum f\u00fcr eine qualifizierte Versorgung beziehungsweise milit\u00e4rische Aufsicht. Am 16.J\u00e4nner 1911 beantragte Dr. Habit als Beirat des Frauen-Hilfsvereines \u201e..da\u00df Erhebungen gepflogen werden wieviele Pflegest\u00e4tten f\u00fcr den Kriegsfall in \u00f6ffentlichen Geb\u00e4uden im Orte Eferding aufzuweisen sind.\u201c Dieser Antrag wurde angenommen und er erkl\u00e4rte sich bereit die n\u00f6tigen Schritte durchzuf\u00fchren. In der n\u00e4chsten Generalversammlung im J\u00e4nner 1912 wurde erstmals von einem notwendigen Umbau des Eferdinger Spitales gesprochen. Es kam zum Beschluss gemeinsam mit der \u201eHerren-Ortsgruppe\u201c (Landes-Hilfsverein) eine Bittschrift um finanzielle Mittel dazu an den \u201eReichsverband des Roten Kreuzes\u201c zu \u00fcbermitteln. Herr Karl Schachinger sah in einer m\u00f6glichen Spende auch einen positiven Nebeneffekt durch eine steigende Popularit\u00e4t des Zweigvereines in Eferding.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Stadtgebiet von Eferding befanden sich vier Pflegest\u00e4tten (Schiferstift, Turnsaal, Priwasserhaus und Schloss), weitere gab es im Kloster Pupping, Schloss Aschach und in Waizenkirchen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pflegest\u00e4tten in Eferding Ober\u00f6sterreich war w\u00e4hrend des Ersten Weltkrieges nie Kriegsschauplatz und die Versorgungslage war durch die ausgepr\u00e4gte Landwirtschaft vergleichsweise g\u00fcnstig. Zu Kriegsbeginn gab es f\u00fcr Soldaten jedoch nur in Linz das Garnisonsspital Nr.4. Wenige Monate nach Kriegsbeginn zeigte sich auch der eklatante Mangel an medizinischem Personal. F\u00fcr das gesamte k. u. k. Heer gab es insgesamt nur rund 1500 Milit\u00e4r\u00e4rzte. Durch die Einberufung der reserve- und landsturmpflichtigen \u00c4rzte waren auch im Hinterland weite Teile der Bev\u00f6lkerung unterversorgt und es bestand die Gefahr eines vollst\u00e4ndigen Zusammenbruches. Das Milit\u00e4r sah im urspr\u00fcnglichen Mobilisierungsplan lediglich 191 Lazarette mit 16.708 Betten vor. Die rasch ansteigende Zahl an Verletzten und Erkrankten \u00fcberforderte die milit\u00e4rischen Spit\u00e4ler und Verbandspl\u00e4tze bei weitem. Viele Verletzte wurden ohne ad\u00e4quate Versorgung direkt vom Kriegsschauplatz per Bahn zu den oft weit entfernten Spit\u00e4lern gebracht. Binnen kurzer Zeit musste die Versorgung auf 874 Sanit\u00e4tsanstalten mit rund 95.000 Betten angepasst werden. Ein Gro\u00dfteil der Krankenh\u00e4user im Hinterland wurde f\u00fcr die Versorgung herangezogen, es entstanden Reservelazarette, Barackenspit\u00e4ler und unz\u00e4hlige freiwillige Sanit\u00e4ts- und Pflegeanstalten, welche rasch eine unverzichtbare Hilfe in der Versorgung verletzter und erkrankter Milit\u00e4rangeh\u00f6riger wurde. Viele dieser Einrichtungen wurden vor allem von privaten Hilfsorganisationen wie dem Roten Kreuz oder diversen Ritterorden betrieben. 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